right° vertreten im Praxisbeirat Sustainable Finance

Quelle: Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Hannah Helmke in den Praxisbeirat Sustainable Finance der Bundesregierung berufen

right°-Mitgründerin und Geschäftsführerin Hannah Helmke gehört dem neuen Praxisbeirat Sustainable Finance an. Das Gremium berät die Bundesregierung dabei, die Regulierung zu vereinfachen und privates Kapital für die Transformation zu mobilisieren.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) haben am 10. Juni 2026 den Praxisbeirat Sustainable Finance konstituiert. Für die 21. Legislaturperiode beraten 20 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Bundesregierung mit praxisnahen Empfehlungen – darunter Hannah Helmke, Mitgründerin und Geschäftsführerin von right°. 

Der Beirat soll aufzeigen, wie sich die Regulierung von Sustainable Finance vereinfachen und privates Kapital für die nachhaltige Transformation mobilisieren lässt.  

„Sustainable Finance ist ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, für Innovation und für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Deutschlands und Europas in einer unsicheren Welt."

sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zum Auftakt. Regelwerke müssten unnötige Bürokratie vermeiden und stärker an den praktischen Marktgegebenheiten ausgerichtet werden. 

Der Beirat ist kleiner und fokussierter als sein Vorgängergremium; einen Vorsitz und feste Arbeitsgruppen gibt es nicht mehr. Neben Hannah Helmke gehören ihm Fachleute aus Industrie, Finanzwelt und Wissenschaft an, etwa Silke Stremlau (Finance for Transition), Gerald Podobnik (Deutsche Bank) und Birgit Potrafki (Salzgitter). Die vollständige Zusammensetzung veröffentlicht das BMF. 

Hannah Helmke will sich vor allem beim Thema Reporting einbringen – an jenem Punkt, an dem sich entscheidet, ob aus Nachhaltigkeitsdaten auch Steuerung wird. 

„Ich möchte mich im Beirat vor allem beim Thema Reporting engagieren. Die entscheidende Frage ist: Wie wird aus mühsam gesammelten Zahlen entscheidungsrelevante Information. Eine, die Ehrgeiz mobilisiert, Innovation treibt und Fortschritt sichtbar macht? Wenn das gelingt, kommt auch das Kapital."

sagt Hannah Helmke. 

Dieser Fokus trifft einen Moment, in dem Sustainable Finance in Europa eine erweiterte politische Funktion bekommt: Neben reinen Klimazielen geht es zunehmend um Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Unabhängigkeit von fossilen Importen. Mit ihrem Frühjahrspaket vom 3. Juni 2026 will die EU-Kommission z.B. den Mitgliedstaaten dafür befristet zusätzlichen fiskalischen Spielraum eröffnen. Bis zu 0,6 Prozent des BIP über drei Jahre für Maßnahmen, die das Energiesystem widerstandsfähiger machen und die Abhängigkeit von fossilen Importen senken: Netze, Speicher, Elektrifizierung, saubere Energie. Weil dieser öffentliche Spielraum bewusst begrenzt ist, entscheidet sich die eigentliche Hebelwirkung an anderer Stelle: Privates Kapital folgt dort, wo belastbar sichtbar wird, welche Investitionen fossile Abhängigkeiten senken und die Transformation messbar beschleunigen. 

Genau daran arbeitet right° seit der Gründung vor 10 Jahren (2016): Die Klimawirkung von Unternehmen, Immobilien und Portfolios wissenschaftlich fundiert und in einer verständlichen Größe abzubilden – in Grad Celsius. Mit dem X-Degree Compatibility (XDC) Modell lässt sich messen, steuern und kommunizieren, wie weit eine wirtschaftliche Einheit vom 1,5-Grad-Pfad entfernt ist. Ob Reporting Pflichtübung bleibt oder zum Steuerungsinstrument wird, hängt nach Helmkes Überzeugung wesentlich davon ab, ob aus Zahlen Orientierung wird. Ihren Blick auf die Finanzierung der Transformation fasst Helmke so zusammen: 

„Dass Zirkularität und erneuerbare Energien Unabhängigkeit bedeuten und damit die Basis künftiger Wettbewerbsfähigkeit sind, ist im Grunde angekommen. Offen ist, wie der Weg dorthin finanziert wird. Solange Deutschland seine Transition nicht als bejahenden Aufbruch erzählt, wird privates Kapital nicht im großen Stil mobilisiert"

sagt Helmke. 

right° bringt in die Arbeit des Praxisbeirats die wissenschaftliche Perspektive eines Climate-Tech-Unternehmens ein, das Klimawirkung in entscheidungsrelevante Informationen übersetzt: Wissenschaftsbasiert, verständlich und anschlussfähig an Reporting, Steuerung und Finanzierung. Damit knüpft die Berufung an eine zentrale Überzeugung von right° an: Nachhaltigkeitsdaten entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie Orientierung für Transformation schaffen. 

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